Rückblick auf meinen Schulausflug
Was alles in so kurzer Zeit passieren kann…
Also mal von dem matschig,verregnetem Wetter ganz abgesehen waren das die schönsten und ereignissreichsten 2 und halb Tage an die ich mich seit langem erinnern kann. Schon die Hinfahrt war toll. Ich war so voller Vorfreude das sogar der Lehrer etwas verwundert über soviel Begeisterung war und es hat gar nicht lange gedauert bis ich alle Leute um mich herum im Zug mit der Begeisterung angesteckt habe und wir ne tolle Hinfahrt hatten. Diese tolle Laune hat erst gestern aufgehört als wir am Zielbahnhof daheim den Zug verlassen haben. Denn in dem Moment wo mein Fuss den Boden berührt hat, hat die Realtität und das damit verbundene Leben wieder die Oberhand über mich gewonnen.
Wir haben 2 Firmen besichtigt und waren im Backstagebereich des ORF und die restliche Zeit war zur freien Beschäftigung, wobei wir der Maria Hilfer Straße natürlich einen Besuch abstatten mussten. Also sind wir zu viert mit nem Stadtplan durch die Gegend maschiert und haben unseren Spass gehabt, bis wir drauf gekommen sind das wir in die absolut falsche Himmelsrichtung gegangen sind. Nach dem auskorrigieren des Fehlers sind wir tatsächlich am Ziel angelangt…dort haben wir eine Modenschau veranstalltet, wobei ich fast ausschließlich für das aussuchen der Kleider und das begeisterte Klatschen zuständig war…was bei drei Typen mit nem ansehnlichen Körperbau gar nicht so schwer war
Das zurückfinden hat dann die nächsten Probleme gebracht. Da haben wir dann zu zweit die Karte gelesen und Leute gefragt aber leider haben genau die beiden falschen Leute die Karte gelesen und so sind wir sehr lange dauernd auf einer Straße rauf und runter gegangen und haben den Eingang zu unserer Gasse nicht gefunden - zumindest anfangs nicht. Das lustigste, die anderen beiden sind uns immer voll ins Gespräch versunken blindlinks gefolgt. Leute sind sehr leicht zu beeinflussen:-) und trotz dem kalten Wetter war es unheimlich lustig.
Den es war nicht nötig einmal alles perfekt zu machen, sondern ich hab mich einfach fallen lassen genau so wie der andere Typ und zusammen haben wir das Gefühl erlebt, wie es ist nicht immer alles nach dem Plan und dem Verstand zumachen sondern einmal dem Gefühl die Oberhand zu geben.
Das spannendste war wohl die Abendunterhaltung. Am Donnerstag war ein Theaterstück auf dem Program und danach ein kleiner Ausflug in die Stadt. Um 24 Uhr Treffpunkt bei der Herberge. Wir waren fast alle da und das sehr nüchtern. Die Lehrer waren beeindruckt und haben uns erlaubt zu machen was wir wollen. 2 Sekunden später waren alle im nächsten Lokal
Also sind wir natürlich auch dort hin. Das tollste an dem Lokal waren die kleinen Getränkepreise und als einziges Mädchen in der Klasse und mit sehr zuvorkommenden Klassenkameraden hab ich nichts bezahlen müssen.
Da ich aber bis jetzt so gut wie noch nie Alkohol getrunken habe, war das was ich getrunken habe nicht sehr viel. Aber es hat gereicht um meine Laune erheblich zu heben und für ne gute Unterhaltung zu Sorgen.Man darf nur nicht übertreiben dann geht das alles und man braucht gute Freunde die einen auf gewisse Sachen aufmerksam machen und aufpassen das man keinen Blödsinn anstellt.
Eine tolle Nacht die nicht aufgehört hat als wir in der Herberge waren. Da haben wir uns zuerst zu zweit, dann zu dritt in einem kleinen Bad eingesperrt(ich musste in der Dusche sitzen weil kein Platz mehr war) und haben über Probleme geredet.Nach dem das sehr unbequem war sind wir alle in mein Zimmer gegangen(ich hatte ein Einzelzimmer) und haben dort weiter geredet.Wir sind einfach am Boden gesessen und haben geredet.Vollkommen offen. Ich weiß nicht wann ich mich das letzte mal so erleichtert gefühlt hab und auch den anderen beiden hat das ersichtlich gut getan. Also wenn man Probleme hat sind Freunde und ein kalter Boden mitten in der Nacht tausend mal besser als ein Schaumbad und ne Tafel Schokolade.
Den zweiten Abend haben wir uns in eine Riesendisco namens Nachtschicht zu 11 hingewagt und hatten jede Menge Spass. Ich habe definitiv noch nie soviel getanzt und da war dann nichts anderes mehr nötig als die ganzen Glückgefühle die dadurch ausgelöst worden sind um die Stimmung ins unerhebliche zu heben. Man kann sich das gar nicht vorstellen. Man steht da drinnen, überall nur mehr tanzende Leute alle schreien nur mehr den Namen des DJs und der Bass ist so stark das selbst das Herz seinen Rytmus danach umstellt. Das einizige was man nicht machen darf : aufhören zu tanzen den die Welle der Musik kann einen echt umhauen.
Im großen und ganzen ein unvergesslicher Ausflug mit sehr wenig Schlaf und jede Menge Probleme im nachhinein. Nichts negatives aber wenn man sein Herz so lange offen hält und die ganze Zeit mit jemandem verbringt der zu selben Zeit die selben Lektionen des Lebens lernt, schweißt das zusammen. Jetzt stellt sich nur die Frage was passiert jetzt wo die Realität wieder existiert.
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- Published:
- 3.12.06 / 5pm
- Category:
- Events
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