Eragon
Wer die Trilogie lesen möchte, aber ja nichts vorher über das Buch wissen will, sollte hier vielleicht nicht weiter lesen, aber die ersten beiden Teile die mittlerweile schon erschienen sind haben mich so in ihren Bahn gezogen, dass ich gleich meiner Begeisterug freien Lauf lassen muss.
Um mal die ersten förmlichen Notwendigkeiten vorab zu klären : die beiden ersten Teile von Christopher Paolini heißen ‘Eragon - Das Vermächtniss der Drachenreiter’ und ‘Eragon - Der Auftrag des Ältesten’ und der dritte Teil wird wohl noch lange auf sich warten lassen.
Ich hab gerade den zweiten Teil zu Ende gelesen, was mich einiges an Zeit gekostet hat den beide Bücher haben nicht weniger als fast 800 Seiten und zählen somit zu recht ansehnlichen Bänden. Aber jede Sekunde hat sich ausgezahlt, vorrausgesetzt man kann sich in eine Welt voller Abenteuer, Magie und Lebensweisheiten fallen lassen. Denn das ist die Welt von Eragon - dem jungen kleinen Bauernburschen aus einem kleinen Dorf der einen seltsamen Stein findet , der sich als Drachenei entpuppt.
Die Neugierde siegt und er behält den Stein bis ein Drache schlüpft und sein Schicksal seinen Lauf nimmt. Er macht sich auf eine Reise und beginnt seine Ausbildung zum Drachenreiter mit seiner Drachendame Saphira und seinem etwas schrullig wirkenden aber geheimnissvollen Lehrmeister Brom. Eragon wird ein Drachenreiter und betritt mit Saphira eine Welt in der nichts mehr nach Plan läuft und für die beiden eine Lektion nach der anderen folgt. Getrieben von Entschlossenheit durchreisen sie das Land, werden verwundet, festgehalten, lernen die Gesetze der Magie und des Kampfes und müssen feststellen das sie in einen uralten Konflikt geraten sind und sich nun für eine Seite entscheiden müssen.
Der Lehrmeister stirbt und alles scheint irgendwie immer nur düsterer zu werden als plötzlich ein neuer Freund erscheint - Murtagh. Ein etwas älterer Junge als Eragon und treuer Freund mit dessen Hilfe er sicher zu seinem Ziel - den Varden gelangen kann. Dort stellt Murtagh trotz seiner Vergangenheit seine Loyalität unter Beweiß.
Nun zu der eigentlichen Vorgeschichte um die sich eigentlich alles dreht.
Es gibt viele Völker:
darunter Zwerge, Elfen, Menschen und unter den Menschen eine Gruppe namens Varden, deren Ziel es ist den Herrscher Galbatorix zu stürzen. Galbatorix ist ein Abtrünniger, also ein ehemaliger Drachenreiter der vom richtigen Weg abgewichen ist. Zusätzlich gibt es die Urgals, wir würden sie als Monster bezeichen und eben die Drachenreiter selbst, also Elfen oder Menschen die von einem Drachen auserwählt worden sind und mit ihnen eine Seelenverwandschaft eingehen.Das einzige Problem ist, alle Drachenreiter außer Galbatorix und Eragon sind tot.
Und da soviele verschiedene Völker natürlich nicht friedlich zusammen leben können, steht der Krieg vor der Tür.
Die Varden schließen mit Menschen und Zwergen eine Übereinkunft und kämpfen gegen Galbatorix und den Urgals.Eragon muss sich entscheiden für welche Seite er Partie einnimmt und geht zu den Varden.Die erste Schlacht beginnt und der erste Teil endet.
Im zweiten Teil sterben einige Leute und Murtagh wird für Tod erklärt. Eragon,der einen mächtigen Zauberer getötet hat, und nun als anerkannte Person verehrt wird, verlässt die Vardenstadt und zieht mit Arja, einer Elfe und Orik dem Zwerg nach Ellesmera in die Elfenstadt um dort seine Ausnildung zu beenden und dort begegnet ihm niemand anders als ein weiterer Drachenreiter.
Er ist schon sehr alt und geschwächt und ihnen bleibt wenig Zeit um Eragons Ausbildung durchzuführen.Hier beginnt das Bild zu schwenken und es wird machmal von den Varden erzählt, die ihre Stadt verlassen haben und unter neuer Führung in den Kampf ziehen als auch von Roran, dem Cousin von Eragon der das Dorf mitsamt allen Bewohnern verlassen hat und Anschluss bei den Varden sucht. Während all den Schwierigkeiten die Roran durchstehen muss gleitet Eragon in eine Welt voller Wissen und eine neue Herausforderung namens Liebe ein.
Bis eines Tages sich alle Schicksale vereinen. Eragon fliegt den Varden zu Hilfe, die Menschen ziehen mit ihnen in den Kampf , die Zwerge machen sich auf um ihr Schicksal in die Hand zu nehmen, sogar die Elfen beginnen ihr sicheres Zuhause zu verlassen und dann kommen auch noch die Urgals mit der weißen Fahne und kämpfen an der Seite von E ragon und den Varden.
Bis zum Schluss fiebert man mit, bis zur letzten Seite hofft man das sich noch magisch 100 Seiten hinzufügen damit man mehr erfahren kann, aber es bleibt bei dem Schluss. Ein weiterer Drachenreiter taucht auf und ist ein Schüler von Galbatorix selbst.Das bedeutet Eragon ist íhm unterlegen. Man ahnt es schon und trotzdem bleibt einem kurz der Atem stehen als Eragon es sieht - der neue Reiter ist Murtagh. Sein alter Freund der duch einen Schwur sein Gelübte und das seinen Vaters Morzan an Galbatorix ablegen musste. Zwar lässt Murtagh Eragon am Leben und nimmt ihn nicht in Gefangenschaft so wie der Befehl lautet aber der offene Krieg ist erklärt..und zu allem Übel erfährt Eragon das eben diese Person, die er für einen Freund gehalten hat, sein Bruder ist. Somit ist auch er ein Sohn des Abtrünnigen und in ihm fließt das böse Blut.
Man erkennt einige Gedankenfehler , Sprünge und nicht richtig verstandene Passagen, vorallem in der Ausbildung von Eragon. Die Weisheiten zu den er gelangen muss sind allerdings von so hohem Rang das es dem Autor leicht verziehen werden kann das er mit seinem zarten Alter von 21 noch nicht die alten Weisheiten rüber bringen kann , wie es wohl manch anderer geschafft hätte. Aber die Geschichte und das Schicksal der einzelnen Personen ist so fesselnd und mitreisend, dass man ihm gerne diese kleinen Fehler toleriert.
Was mich am meisten geärgert hat, war der Nachhang des Buches. Indem beschreibt Paolini das seine Welt mit dem schreiben der Bücher und den Werbekampagnen mit der Vermarktung eine ähnliche ist wie Eragons und somit seine Sicht der Dinge wiedergibt. Da denkt man sich als Leser schon seinen Teil. Wie kann man eine so dramatische Geschichte dessen Umfang man sich gar nicht vorzustellen vermag, mit einer Werbungstour vergleichen. Damit hat er sich eine riesen Portion an Sympatie eingebußt.
Wenn ihr also das Vor und Nachwort von den Büchern weglasst, kann man das Buch nur weiterempfehlen und ich warte schon sehnsüchtig auf den letzten Teil aus den Abenteuern des Drachenreiters Ergaon und seiner Saphira.
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- Published:
- 4.17.06 / 11am
- Category:
- Lyriks und Co.
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