London
Die Susanne hatte am Freitag Geburtstag und meiner ist auch recht bald mal.Also haben sich unsere Eltern zusammengesetzt und uns beiden einen Flug nach London spendiert der dieses verlängerte Wochenende vor der Tür gestanden ist. Mit wohl recht wenig Vorbereitungszeit ging es also am Donnerstag los und kaum das ich mich versehen habe, waren wir am Londoner Flughafen.
Da die Stadt eine Weltstadt ist, waren die 1,2 Stunden Anreise zu unserer Herberge nicht besonders verwunderlich und obwohl die Stadt ein unheimlich gut ausgebautes öffentliches Netz hat, muss man sich zuerst an einige Kleinigkeiten gewöhnen, die , wenn man sie nicht weiß zu recht chaotischen Zwischenfällen führen können so z.B. die Buse fahren wann sie wollen und bleiben bei den Stationen stehen wo sie gerade wollen. Aber wir haben es tatsächlich geschafft zur Herberge zu gelangen.
Gleich nach der Ankunft haben wir uns in die UBahn gesetzt und sind zu dem kleinen Eck gefahren wo man die Tower of London
die Towerbridge, den Fluss
und viele andere imposante Gebäude wie St.Pauls Catherdral sieht ( das gerade zur Hälfte neu renoviert wird)
Man steht also mitten auf der hell erleuchteten Straße und direkt neben der riesigen alten Burg steht im Hintergrund ein Riesenrad und daneben ein Hochhaus nach dem anderen. Da steht im Reiseführer, dass ein Gebäude dort mit einer etwas Eierförmigen Kuppel eine sehr bekannte Bank beherrbergt und weltweites ansehen hat. Wäre zwar interesant zu wissen wie das Gebäude ausgesehen hat, aber da waren auf einmal 5 Gebäude auf die die Beschreibung genau gepasst hätte
Der nächste Tag hat mit strömendem Regen begonnen aber wir waren darauf ja vorbeitet und mit Regenjacke, Schirm und 3 verschiedene Stadt und Fahrplänen ausgerüstet begann die Erkundung von London.
Als erstes die Wachablöse vor dem Buckingham Palast - die Fanne hat sogar geweht was soviel heißt wie, die Majistät war in ihren Gemächern daheim. Jede Menge Leute haben sich entweder vor den Toren des Palastes oder auf den gegen überliegendem kleinen Platz, mit Statuen und Treppen mit nem kleinen Springbrunnen rundherum, versammelt.
Um hier einen halbswegs guten Blick zu bekommen sollte man tatsächlich schon ne Stunde vorher dort sein.
Als die große Parade begann, wurden zuerst die Pferde mir ihren Reitern abgelöst und dann die Garde, die zu Fuss mit ner eigenen Kapelle durch die Stadt gekommen ist. Dann spielen sie mal ein paar Stücke auf ihren Instrumenten und dann hat es uns gereichet und wir sind gegangen.Zwar sind die letzten 10 Minuten von dem Tausch am interessantesten aber da man erstens sowieso kaum was sieht durch die Gitterstäbe und das ganze nur Show ist, war ich schon recht enttäuscht von dieser Aufmachung.
Der Palast an sich ist auch nicht erwähnenswert und das einzig auffallende an dem ganzen rund herum ist der Zaun der überall mit goldenem Zeugs verziert ist und dem trostlos grauen Gebäude wohl Stil verschaffen soll. Schon lustig, dass die riesige Werbung tausende von Besucher hinzieht wo es eigentlich nichts zu sehen gibt.
Da dieser Palast von vielen hübschen Parks umgeben ist, haben wir uns zu unserem nächsten Ziel durch den St. James Park gewagt und da hab ich mich das erste mal über den Regen geärgert. Der Park war so richtig einladend um sich kurz hinzusetzten und einzuatmen.So aber sind wir nur ein wenig durchspaziert.
Der nächste Stopp war das House of Parliament und die wohl weltweit bekannte Big Ben Uhr. Auch hier wurde renoviert und somit konnten wir dieses Gebäude nicht in seiner vollen Pracht betrachten und obwohl ich nicht allzu viel von aufwendigem und protzigem Baustil halte, so konnte auch ich hier nicht anders als staunen, den wenn ich überlege wie so viel Details,künstlerisches und handwerkliches Geschick schon vor so langer Zeit in solcher Form Ausdruck finden konnte, lässt mich das wirklich Staunen und ein bewundernder Gedanke kann nicht vermieden werden.
Im vorbei gehen haben wir auch das Westminster Abbey ( eine wohl sehr bekannte Kirche), einige wichtige Statuen, die wichtigsten wie die von Nelson mit den Löwen war natürlich gerade am renovieren, also verdeckt
und auch den Trafalger Square konnten wir nicht übersehen (naja, zu gegeben wir haben den Stadtplan mal befragen müssen, weil wir etwas falsch waren) .
Unsere Pause haben wir in nem riesigen Buchladen verbracht und bevor wir uns dann für das Abendprogramm fertig gemacht haben, war noch ein kurzer Besuch auf dem im Weg liegenden Camden Market ein Muss.
Vor dem Musical wollten wir noch zur Piazza von Covent Garden wo gerade ein Afrikanisches Musikfestspiel stattfindet. Nur waren wir anscheindend zu spät den als wir drüben waren, konnten wir nur mehr Zaubershows und jede Menge Leute sehen, also sind wir langsam Richtung Theater spaziert wo uns ein Musical “We will rock you” erwartet hat.
Das Musical war unheimlich toll und die Theater dort erinnern mich sehr stark an ein Kino bei uns. Es gibt Popcorn und Gummibärchen und Leute treffen sich und quatschen. Nur das die Karten etwas teurer sind:-)
Am nächsten Tag war das Wetter sogar noch schlechter als am Tag zuvor aber wenn man auf dem Portobello Market sich der Masse anschließt, merkt man den Regen kaum mehr und obwohl ich schon auf einigen solcher Märkte war - dieser hat mir echt gut gefallen. Überall Leute, die ganz komische Sachen anbieten und viele Stände mit Gewürzen und Obst und Süßigkeiten - riesige Schokomuffins mit ganz viel Schokostückchen drinnen und vorallem ganz viel Silberkrimskrams und da wir schon gerade dabei waren, haben wir auch einen kurzen Sprung ins Harrods gewagt, wobei ich mich fast mehr gefreut hab als wir dieses Gebäude wieder verlassen haben - denn das waren wirklich viele, viele Geschäfte mit noch mehr Leuten drinnen.
Da sich langsam der Magen bemerkbar gemacht hat (das letzte was wir gegessen haben war vor über 24 Stunden) wollten wir nach einem kleinen Fish&Chips Laden suchen, für die London ja bekannt ist. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und nirgends was gefunden, was wirklich nicht mehr lustig war. Nach ewigem Suchen haben wir tastächlich was gefunden und uns schon riesig auf was essbares gefreut - leider hatte der Laden gerade vor uns den letzten Fisch an jemand anderes verkauft
Naja, im Endeffekt haben wir dann 6 Stunden später unseren Fisch bekommen und ich kann mit ruhigem gewissen behaupten das ich noch niemals so wenig gegessen oder getrunken hab wie in diesen 4 Tagen ![]()
Das nächste kleine Unglück - einige UBahn Stationen wurden geschlossen am Wochenende - wegen umbauten. Die, die wir für unsere Herberge gebraucht hätten , war natürlich darunter und auch andere die wir für unsere Sightseeingtour gebraucht hätten, mussten natürlich zu sein. Also Plan heraus und durch den Regen spazieren um zum Kennsington Garden zu gelangen. Dieser ist berühmt für seine schönen Italienischen Brunnen und der Peter Pan Statue die wir uns natürlich alle angeschaut haben.
Da es schon recht spät war aber noch zu früh für das Abendprogramm sind wir auf zum Britischen Museum, dass laut Reiseführer bis 23 Uhr offen hat. Dort angekommen haben wir festgestellt das genau eine Halle so lange offen hat und das Kaffee darunter. Naja *gg* wir waren zumindest schon mal dort und da die Halle dort recht nett war haben wir uns hingesetzt und Karten geschrieben.
Am Abend waren wir in einem Lokal das wirklich toll war - nicht nur weil wir in der Happy Hour leckere Cocktails geschlürft haben sondern auch die Musik war toll, nur hat natürlich niemand getanzt was mich am meisten geärgert hat. Ich bin mir allerdings etwas beobachtet vorgekommen weil circa 10 männliche Augenpaare auf uns gestarrt haben und dann haben wir auch die Sache mit dem Tanzen gelassen und siehe da, da hat sich sogar wer zu uns getraut und so konnten wir endlich unsere Englischkommunikationskenntnisse ausprobieren. Beim nachhause fahren sind wir mit roten Wangen auf dem Boden der UBahn Station gesessen und haben gekichert woran der Cocktail wohl nicht ganz unschuldig war. So ganz nach dem Prinzip der Mädchen über die ich mich immer so schrecklich aufrege. Aber es war toll. Einfach alles ist egal was die anderen denken
Am nächsten Tag war dann die Abreise und das lustigste, unser Flug hatte 3 Stunden verspätung und wir konnten da nicht mehr weg aus der Wartehalle. Also blieb uns nichts anderes mehr übrig als zu warten und zu warten.
Im großen und ganzen ein toller Ausflug , wobei mir die Stadt selbst allerdings nicht gefällt. Sie ist absolut künstlich und ziehen mit ihren ganzen Shows alle wirklich netten Sehenswürdigkeiten zum Teil ins lächerliche. Aber eine Weltstadt nunmal in der einem sicher niemals langweilig wird und am tollsten fand ich es endlich wieder mal mit der Sue ganz viele tolle Sachen zu machen, weil ich doch meistens etwas zu beschäftigt bin ![]()
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- Published:
- 5.29.06 / 7pm
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- Events
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