Innsbruck

Wie schon geplant - wir waren in Innsbruck. Ich hätte nie gedacht, dass wenn man etwas möchte und ganz kurzfristig plant, dass es dann auch tatsächlich stattfindet. Umso größer war dann natürlich auch die Freude darüber zu fahren.

Ich muss zugeben das wir bei Graz noch sehr viel Zeit mit der Planung davor verbracht haben, was dann bei Salzburg weniger geworden ist und mit Bregenz ganz aufgehört hat. Unser ursprünglicher Plan war, einen Tag in Innsbruck zu verbringen und am nächsten Tag nach Bregenz weiter zu fahren. Da aber schlechtes Wetter angesagt war, wir schrecklich müde waren und die Beine zum Teil einfach nicht mehr mitmachen wollten, haben wir kurzerhand beschlossen Bregenz auszulassen, weil es dort nichts besonderes zum Anschauen gibt und nur um eine nette Stadt bzw. den See bei Regen anzuschauen, wollten wir keine 6 Stunden zusätzlich im Zug verbringen.

Aber Innsbruck war toll. Viel größer und breiter erscheinen die Straßen und Gassen als in Salzburg. Zwar genau so viele Touristen allerdings gab es ja mehr Platz sodass kein dichtes Gedrängel notwendig war. Wir sind also mit der Straßenkarte einfach losgegangen und haben alle möglichen Straßen abgekplappert, die nach “wichtig” ausgesehen haben und unser Plan ist aufgegangen. Wir haben alles wichtige gesehen :-)

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Der Triumphbogen mit ner ganz komischen Person daneben der unbedingt ein Photo von uns machen wollte, ein Museum das in zwei Teile geteilt war und ca. 5 km oder so von einander entfernt war, ein goldenes Dach das gar kein goldenes Dach war und ganz komische Sitzbänke in knallgelb die beim berühren einsinken und bestens zum Sitzen geeignet sind.

Die Annensäule und ein netter kleiner versteckter Platz der zu nem hübschen alten Gebäude geführt hat

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Nach dem Gedrängel durch den Hauptplatz und den Straßen, sind wir zum Theater gekommen. Daneben ist ein Park und davor ein Wasserspiel. Von oben gab es Drüsen die wilde Waserstrahlen nach unten drückten und ein angenehmes Rauschgeräusch erzeugten,während viele Paare sich auf den Bänken daneben im Arm hielten und küssten.

Normallerweiße mache ich die blöden Sachen und er steht daneben und ermutigt mich,aber diesmal ist er einfach so hindurch gelaufen und war danach klitschnass und wartet grinsend auf mich auf der anderen Seite. Alle Leute haben her geschaut, und ein Typ steht daneben mit ner Kamera und wartet auf mich. Ich hätt ihn zum Mond schießen können dafür.

Er hat den Fehler gemacht und mich eine Sekunde aus den Augen gelassen und schon stand ich neben ihm :-)

Er hat sich auf dem Platz umgezogen und ich bin mit meinen total durchnässten Shirt dort gesesen und hab mich absolut frei gefühlt.Kein einziger Gedanke daran, was die anderen wohl denken und wie blöd das jetzt alles gewirkt haben mag. Nein, für diese Stunde war alles auf der Welt absolut im Einklang.

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Im Park gab es tolle, verwachsene Bäume und eine Schaukel aus einem dicken Strick für zwei Personen.Nur haben mir die wartenden Kinder dann leid getan und wir haben die Schaukel wieder aufgegeben.
Am Abend ging es dann ab zu unserer Herberge und da diese ziemlich im Außenteil der Stadt war, hieß es lange gehen bis es dann endlich Abend wurde und wir uns auf dem Weg zur Nachtschicht machen konnten, die ganz “zufällig” in unserer Nähe war. Ich hab mich sooooo gefreut und umso größer war der Schock das der Parkplatz dort fast leer war :-)

Wir waren aber doch drinnen und es gab Freigetränke und ich muss zugeben, dass es dann schon sehr ausgelassen geworden ist. Wir sind dann zur Tanzfläche und dort gab es dann drei Leute die was “vorgetanzt” haben und ich hab mich einfach zu dennen dazu gestellt und getanzt.

Ich wollte einfach nicht mehr aufhören. Musik, tanzen, weit weg von daheim und eine mir wichtige Person an meiner Seite. Wie hätte der Abend schöner werden können?

Ganz einfach - indem die anderen drei gegangen sind und wir zu zweit ganz alleine in der Nachtschicht rumgehüpft sind und das obwohl er ein strenger Nichttänzer ist.

Am nächsten Tag im Zug hat uns der Schaffner wieder erkannt und uns unheimlich angegrinst. Lag sicher nicht daran das alle Leute im Zug mit kurzen Hosen rumgelaufen sind und wir unter einer giftgrünen Decke gefroren haben:-) Er hat uns dann ein beheiztes Abteil gezeigt und uns immer angeredet im vorbei gehen.Da sieht man mal, was Ausstrahlung so alles bewirken kann.