Ein Sommertag in Caorle oder Mein schönster Ferientag

Gestern waren wir zu dritt in Italien am Meer. Wir haben es schon vor längerem geplant aber nach dem Wienausflug und den sonstigen Ereignissen der letzten Woche war ich einfach nur mehr absolut müde und hätte den Ausflug gerne auf einen anderen Tag verlegt. Aber er hat wie geplant stattgefunden.

Auf dem Weg dahin war das Wetter trüb und der Himmel war mit Wolken verdeckt und meine Stimmung war ziemlich am Tiefpunkt - bis die Musik plötzlich die Überhand gewann. Absolut alte und bekannte Lieder und Gespräche und schon war die Vorfreude wieder da.

Dort angekommen haben wir uns einen schönen Platz ausgesucht und nach einigem überreden konnte ich die beiden anderen sogar dazu bringen sich in den Sand zu legen statt auf irgendwelchen Stühlen. Ich meine, wo bleibt den sonst das Strandfeeling :-) bei der Hitze.
Ich mag Wasser nicht besonders gerne und all die letzten Male als ich am Ozean oder Meer war,hab ich eher einen groben Bogen darum gemacht. Aber gestern wollt ich einfach nicht mehr raus. Ich bin sogar freiwillig andauernd untergetaucht. Es war so unglaublich toll. Wir haben Räder, Handstände, Rollen, und anderes Zeugs probiert und uns gegenseitig irgendwie immer reingeworfen. Ab und zu hab ich mich einfach still auf das Wasser gelegt und dem Rauschen zugehört.

Einmal konnte ich gar nicht anders als mich an den Strand zu stellen und mich ganz schnell einfach im Kreis zu drehen bis das gerade stehen einfach nicht mehr möglich war. Das einzige was da noch gefehlt hat um absolut frei zu sein, war das laute losschreien.
Wir sind viel herumspaziert

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und entlang der Promenade führt ein kleiner Weg der durch eine Steinmauer von dem Strand abgegrenzt wird. Natürlich wollte ich da rauf und oben entlang balancieren :-) Also haben wir das auch gemacht und ich hab meine Arme ganz weit ausgetreckt und hab mich riesig gefühlt, so ganz “weit” über den Köpfen aller anderen und das schönste - es war mir vollkommen egal was die anderen denken. Denn die beiden anderen haben jeden Blödsinn mitgemacht und meine Hyperaktivität hat gestern definitiv einen ihrer Höhepunkte gehabt :-)

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Wir haben sogar eine Sandburg gebaut. Alle drei. Wir sind am Strand gesessen und haben mit Händen und Muschelschalen geschaufelt solange bis jeder seine Idee an der Burg verwirklicht hat. Wir hatten also einen Burggraben (mit hellem Sand als Wasser) ,eine Brücke mit nem Steinzeitauto, Etagen und einen Aussichtsturm und für jede Himmelsrichtung nen Sicherheitsposten ( ich beharre darauf das es Sicherheitsposten sind, obwohl die anderen meinen es seien fiese Methoden um unerwünschte Gäste loszuwerden).

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Am Abend als es dann wieder nach Hause ging gab es dann noch härtere Musik und kurz dazwischen lief mein “Flying” Lied und ich hab sogar mitgesungen. Vielleicht nicht laut genug, dass es alle gehört haben, aber ich war absolut glücklich und seit wirklich langem vollkommen ausgelastet. Nicht von Gefühlen oder Lernstoff sondern ich hatte das Gefühl, dass meine Persönlichkeit den ganzen Tag so viel schönes erlebt hat, dass es fast sowas wie Friede war. Keine Gedanken, keine Gefühle, kein Verlangen sondern einfache Zufriedenheit.