Von den Photoanfängen
Also ich hab ja schon immer versucht irgendwas zu finden, um meine “künstlerische Ader” nach außen zu lassen. Angefangen vom Schreiben von allen möglichen Texten bis zu meinem kleinen Minibuch. Denn schließlich wollt ich später mal nebenbei Schriftstellerin sein. Da gehört sowas natürlich dazu.
Dann waren Gedichte dran aber da musste ich feststellen, dass sie nicht auf Befehl funktionieren, sondern sehr stark mit dem Gefühl zusammen hängen, also recht unpraktisch wenn es darum geht einfach mal kreativ sich auszutoben. Also bin ich mal auf das herumpatzen mit Auqarellfarben gestoßen und ich muss zugeben, dass es mich unheimlich glücklich macht. Gar nicht so sehr das Malen, sondern einfach mal die Farben auszupacken und sich ruhig auf den Boden setzten und sie betrachten. Mir fallen da 10000 Sachen ein, die man malen könnte. Zum tatsächlichen Malen fehlt mir teilweise die Geduld und das nötige Feingefühl.
Ich ärgere mich viel zu sehr wenn man genaue Linien malen muss und sowas. Wieso also muss das so faszinierend sein?
Mit dem guten alten Zeichnen hab ich es auch versucht. Aber außer dem Kakaobären ist eher nichts dabei das ich jemals herzeigen würde
Auf das Photographieren bin ich allerdings nie gekommen. Obwohl das eigentlich am nahesten wäre. Durch den Job bei der Zeitung bin ich allerdings “gezwungen” Photos zu machen. Bei meinem ersten Auftrag hatte ich da jede Menge Probleme. Auf Hintergrund, Licht und Schatten, Fokusieren, Aktion, richtige Bildkomposition und noch vieles andere zu achten. Das da eigentlich kein Spass dabei war muss ich wohl nicht erwähnen.
Am nächsten Abend ging es schon viel besser und es hat fast sowas wie Spass gemacht
Nun ja, da ich das bei der Zeitung jetzt hoffentlich länger machen werde freu ich mich schon auf das Photographieren lernen. Ich hab jetzt ne Spiegelreflexkamera von einem Freund und als er sie damals gekauft hat, war es für mich ein absolut unverständliches Phänomen wie sich jemand so sehr mit einem Apparat beschäftigen kann. Seltsam das ich sie selbst jetzt zum arbeiten brauche.
Wir haben nach einer Kameratasche gesucht, die denn Anforderungen entspricht und das seltsame Gefühl in meinem Magen wuchs mit jedem Gedanken.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass das alles einfach zu “hoch” ist. Zu viel nachdenken für Kreativität und vorallem ist es was das kaputt gehen kann - für alle die mich nicht kennen - ich bin schrecklich tollpatschig und das bei mir was kaputt geht ist fast vorprogrammiert
Also betrachte ich das ganze mit gemischten Gefühlen aber freue mich jedes mal ein Stückchen mehr, wenn ich die Tasche mit der Kamera betrachte.
About this entry
You’re currently reading “Von den Photoanfängen,” an entry on Lysitea’s Weblog
- Published:
- 12.6.06 / 7pm
- Category:
- Alltagsgeschichten
1 Comment
Jump to comment form | comments rss [?] | trackback uri [?]