Hinterhältigkeit

Seltsam wie schnell sich Gefühle verändern. Wie stark sie die Überhand gewinnen können. Es überrollt einen einfach. Der Versuch krampfhaft zu lächeln geht einfach nicht mehr.
Ich fühle mich irgendwie einfach hintergangen. So, als ob die anderen die klar definierten Spielregeln nicht eingehalten haben. Ob ich es genau richtig gemacht hab weiß ich nicht, aber meine Karten waren offen zur Einsicht. Meine Taktik und mein Ziel klar definiert. Langsame, gezielte Schritte um dem anderen seinen Freiraum zu lassen um jederzeit Stop schreien zu können und dann sowas. Auf einmal muss ich feststellen, dass mein “Gegner” ganz anders gespielt hat. Ich würde mal sagen, nicht nach üblichen menschlichen Schachzügen. Ich versuche nicht wütend zu sein, aber ich will ihm entgegen schreien wie feig ich das finde. Man stellt sich dem was man gemacht hat und versteckt sich nicht hinter Leuten, von denen man weiß, dass ich niemals auf sie los gehen würde.

War selbst in einer ähnlichen Situation aber ich bin dafür gerade gestanden. Hab mich den Gefühlen des anderen ausgesetzt und jetzt ist es in Ordnung so weit es dies sein kann. Ich kann einfach nur den Kopf schütteln. Heute musste ich mich dafür entschuldigen. Mein Bauch hat ganz laut danach geschrien. Aber ich weiß, dass es das richtige war. Wieso heute, weil ich einfach nicht fassen konnte, dass jemand so feig sein kann. Aber da bin ich stolz auf mich - weil ich es erkannt habe. Schon vorher. Habe reagiert und es war richtig. Das heißt also ich bin auf dem richtigen Weg.
Wieso kann der andere Spieler nicht auch diese Regeln befolgen. Wieso muss man immer zum draschtischen Weg greifen.