Tiefpunkt
Ich hab wierklich versucht durchzuhalten. Teilweise war ich sogar der Meinung das ich es schaffe, aber jetzt geht es einfach nicht mehr. Es fühlt sich wie das entgegen laufen zu einem alles umhüllenden Chaos an. Ich hab versucht zu laufen. So schnell es geht. Nie nach vorne schauen. Aber jetzt tut es zu weh. Ich kann mich nicht erinnern jemals etwas so starkes gefühlt zu haben. In meinem Körper fühlt sich alles einfach nur mehr nach Qual an. Jeder Atemzug brennt und mein Kopf schreit, mein Magen rebeliert. Ich kann nichts essen. Es geht einfach nicht. Ich muss zugeben das ich es mir schon fast wünsche. Das Chaos soll einfach kommen und mich einhüllen. Den einen Teil von mir wegnehmen. Absolute Verzweiflung und ich fühle mich so schrecklich alleine in einer so vollen Stadt. Ich mag sie aber ich mag das Leben hier nicht. Versuche aufzugeben aber es tut trotzdem so weh. Mein inneres kämpft dagegen. Will mir zeigen, dass ich dagegen ankämpfen kann. Aber ich hab einfach keine Kraft mehr. Bin nur damit beschäftigt zu atmen. Das ist mehr als genug.
Ich fühle mich so schwach. Verstehe gar nichts mehr. Verstehe nicht wieso das so schief gehen konnte. Verstehe nicht was ich falsch gemacht habe. Aber niemand will es sehen. Alle ignorieren es. Egal wie laut ich schreie. Es ist fast zu spät. Es kann sich nur mehr um Stunden handeln. Aber ich werde die Kraft nicht haben dagegen zu kämpfen. Ich werde mich hinlegen und einschlafen und wenn ich morgen aufwache, hoffe ich das es vorbei ist und eine innere eises Kälte mich ausfüllt. Mir das Gefühl nimmt.
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- Published:
- 9.26.07 / 6pm
- Category:
- Alltagsgeschichten
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