Ein Gedanke zum Wetter

Die Wettertypen wissen genau wann ein Sturm kommt. Sie können Evakuierungen anordnen oder einen Regenschirm vorschlagen. Wir ärgern uns wenn wir im Fernsehen sein grinsendes Gesicht sehen, dass nächste Woche immer noch strahlenden Sonnenschein vorhersagt aber manchmal, ja manchmal da ändert sich der Wind.

Da steht man dann im Park vor einer Schaukel und die Haare fallen einem ins Gesicht und die Ketten der Schaukeln beginnen zu quietschen. Wenn man dann die Augen schließt und horcht, hört man nichts. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Auf einmal kann etwas so leises so laut wirken.

Manchmal habe ich Angst es irgendwann mal zu verlieren. Das gewisse Gespür für diesen Moment. So wie man sagt, dass man mit dem Alter die Phantasie verliert. Aber wenn ich ganz fest daran glaube, bleibt es hier. Davon bin ich überzeugt. Auch wenn man morgens das Fenster aufmacht um festzustellen, dass alles so anders ist.

Filme helfen da auch nicht weiter. Sie sind so schön. So weit weg. Sie verleiten zum Träumen, aber will man das? Wenn man dann aufwacht, ist dann die Realität nicht viel zu anders?

Ich vermisse die Zeit wo es solche Momente gibt. Weit weg von dem nicht vorhandenen Winter wegen Umweltbelastungen. Keine Gedanken, keine Ärgernisse mehr. Aber ich erwarte etwas von der Natur. Will das was mir so gut an ihr gefällt haben. Jetzt. Bin aber nicht bereit, ihren Hilfeschrei zu hören. Kann nichts machen…und Schuldgefühle breiten sich aus. So wenig müssten wir alle machen um so viel zu erreichen… und doch scheint der Weg zu voller Steine.